Wald und Wild im Klimawandel

Der Klimawandel ist flächendeckend in Deutschland angekommen. Nicht nur flachwurzelnde Fichten, sondern auch standortheimische Laubbäume, vor allem Buchen leiden unter Wassermangel und Hitze. Großflächig absterbende Bestände zeugen von der dramatischen Entwicklung.

Förster und private Waldbauern stehen vor einer Jahrhundertaufgabe. Was ist zu tun, welche Baumarten können langfristig (100-300 Jahre) den Wetterextremen trotzen? Die Antwort kann nur lauten: gemischte Bestände aus einheimischen Baumarten ggf. ergänzt mit ausgewählten Fremdländern, die an Trockenheit und Hitze angepasst sind. Beispielsweise sind Eichen, Hainbuchen, Weißtannen, Ulmen und Elsbeeren das Mittel der Wahl. Eine Wiederbewaldung ist unumgänglich.

Das Problem: alle diese Baumarten gehören zum bevorzugten Nahrungsspektrum der wiederkäuenden Schalenwildarten wie Reh und Hirsch und in Rheinland-Pfalz gibt es davon mehr als je zuvor. Wälder mit angepassten Wildbeständen sind Mangelware. Auf vielen Flächen leben darüber hinaus illegal ausgesetzte Bestände von Muffel- und Damwild, die die Situation zusätzlich verschärfen.

Ein in die Zukunft gerichteter, naturnaher Wald braucht angepasste Wildbestände und das nicht nur punktuell, sondern flächendeckend. Und jetzt kommen die Jäger ins Spiel, von denen sich bisher zu viele eher als Heger des Wildes und starker Trophäen sehen, denn als Dienstleister der Waldbesitzer zum Wohle des Waldes. Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Plastikhüllen für Einzelpflanzen sind extrem teuer, übersteigen oftmals die Jagdpacht, belasten den Steuerzahler, wirken lediglich punktuell und sind nur eine kurzfristige Krücke, die die Situation in den nicht geschützten Bereichen nur noch verschärfen.

Daher fordert der Ökologische Jagdverband Rheinland-Pfalz:

1. Absenkung der Schalenwildbestände, um den dringenden Waldumbau ohne Schutzmaßnahmen zu ermöglichen.

2. Abschuss von Rot- Muffel- und Damwild außerhalb der Bewirtschaftungsbezirke.

3. Keine Förderung von Schutzmaßnahmen gegen Wild.

4. Jagdgesetzliche Änderungen z. B. betreffs Rotwildhegegemeinschaften und überjagender Hunde.

5. Einführung der permanenten Stichprobe im Staats- und Kommunalwald, zur Kontrolle der natürlichen Waldentwicklung.

6. Flächiges Vegetationsgutachten in Rheinland-Pfalz im dreijährigen Turnus zur Überprüfung der Verbiss- und Schälbelastung im Hinblick auf eine natürliche Waldentwicklung.

Üben für die Drückjagd

Die ersten Drückjagden sind zwar schon gelaufen, aber für viele Jäger geht es erst noch los. Und wer ordentlich geübt hat, der ist bereit für die Sauen, Rehe, Rotwild.

Wer allerdings merkt, dass er nicht zurecht kommt, auch bei Stücken die gut kommen, der hat Nachhol-Bedarf. Es klappt vielleicht noch mit einem Termin für den Laufenden Keiler oder das Schießkino vor der nächsten Drückjagd.

Und fürs nächste Jahr kann man ja mal ein Bewegungsjagd-Schießseminar ins Auge fassen, oder?

Nur theoretisch aber sehr fachkundig, bringt es ein Artikel im Jägermagazin gut auf den Punkt.

„Wo ist Milan?“ erhält über 500 Meldungen und unterstützt die landesweite Kartierung

Seit Anfang März sucht die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz gemeinsam mit sieben Umweltverbänden, unter anderm dem ÖJV, und weiteren Unterstützern bei der Aktion „Wo ist Milan?- Auf der Suche nach dem Rotmilan in Rheinland-Pfalz“ nach den imposanten Greifvögeln.

In den ersten vier Wochen der Suche sind über 500 Meldungen mit Sichtungen der Rotmilane eingetroffen! Das ist ein großartiger Erfolg und Beleg für das aktive Engagement aller Beteiligten. Zahlreiche Schüler, Spaziergänger und Wanderer, Anwohner, Förster, Jäger und Landwirte haben ihre Sichtungen gemeldet.

Die Meldungen liefern wichtige Hinweise für die Experten, die in diesem Jahr das Vorkommen der Rotmilane genau untersuchen. Das Umweltministerium unterstützt die Kartierer mit einer Übernahme der Fahrtkosten.
Mit der Kampagne wird auch über die besondere Verantwortung für den Rotmilan in Deutschland sowie Rheinland- Pfalz informiert und auf die Bedrohung der Rotmilane aufmerksam gemacht.

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