1. Soonwälder Bockjagdseminar 2017

Weiterbilden und jagen, die ideale Kombi.

Der ÖJV Rheinland-Pfalz bietet interessierten Jägern zu Aufgang der Bockjagd 2017 folgendes, aus 3 Komponenten bestehendes Jagd- und Seminarwochenende an:

Seminar Wildprethygiene (Weiterbildung zur „kundige Person“)

Termin: Freitag der 05.05.2017, 9.00 Uhr

Ort: Forstamt Soonwald, 55566 Bad Sobernheim, Ortsteil Entenpfuhl

Anschuss-Seminar

Termin: Samstag der 06.05.2017, 10.00 Uhr

Ort: Forstamt Soonwald, 55566 Bad Sobernheim, Ortsteil Entenpfuhl

Drei Ansitze

Im Angebot enthalten sind drei Ansitze (Freitagabend, Samstagmorgen, Samstagabend) auf Reh-, Schwarz- und Rotwild.

Nach dem Ansitz am Samstagmorgen frühstücken alle zusammen. Die Kosten hierfür sind in dem Seminarbeitrag enthalten.

Seminarbeitrag:

für Öjv-Mitglieder 200,- Euro, Nichtmitglieder 250,- Euro

Die Veranstaltung findet ab sechs Teilnehmern statt. Bei der Unterkunftssuche sind wir behilflich.

Anmeldung an (Anmeldeschluss Freitag, 28.04.2017): Ralph Barme, Handy 015228850367, barme@oejv-rlp.de

Ein Halali aufs deutsche Jagdgesetz

TV-Diskussion mit dem ÖJV-RLP-Landesvorsitzenden Thomas Boschen.

Ein Halali aufs deutsche Jagdgesetz“, so lautet der Titel der SWR 3 Sendung “REISS & Leute”, die heute, 26.9.12 um 18:30 ausgestrahlt wird.

Die Ankündigung des SWR klingt so:

Der Mann war konsequent. Günter Herrmann brauchte zehn Jahre und fünf Gerichtsinstanzen, dann gab ihm die sechste Instanz Recht. Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg beschied: Als Grundstücksbesitzer kann er nicht verpflichtet werden, Mitglied in einer Jagdgenossenschaft zu sein und damit die Jagd zu dulden, wenn er aus Gewissensgründen das Töten von Tieren ablehnt. Günter Herrmann besitzt ca. 3.500m² Wiese in Langsur, Kreis Trier-Saarburg.
Teilnehmer der Diskussionsrunde:
Heribert Metternich (Landwirtschaftskammer, IG Jagdgenossenschaften, etc.) , Prof. Dr. Josef Reichhholf (Zoologe), Mario Natale (Revierförster), Sarah Gänz (Weingut Gänz)
Thomas Boschen (ÖJV RLP)

Hier geht es zum SWR-3

Drückjagdseminar des ÖJV Rheinland-Pfalz

Zwei Tage volles Programm Drückjagd im Forstamt Soonwald. 2011 lud der ÖJV zum fünften Mal ein, und zum fünften Mal war das Seminar ausgebucht. Zehn Teilnehmer waren am 28. und 29. Oktober engagiert dabei. Darunter der erfahrene Praktiker ebenso, wie der passionierte Jungjäger, der Forstbeamte wie der Jagdpächter.

Entsprechend waren die Erwartungen: „Wir wollen sehen, ob wir auf dem richtigen Weg sind mit dem, was wir all die Jahre schon machen.“ oder: „Ich bin gekommen, um zu lernen, worauf es wirklich ankommt. Die Jagden und damit die Verantwortung werden immer größer.“ oder auch: „Ich will mich schlau machen, um meine Leute zu Hause beraten zu können.“

Vorneweg, sie alle konnten mitnehmen, was sie brauchten. Seminarleiter und stellvertretender Vorsitzender des ÖJV-Rheinland-Pfalz, Klaus Kaiser, hatte ein anspruchsvolles Programm zusammen gestellt. Hinzu hatte er erfahrene Fachleute geholt, die Spezialthemen wie Sicherheit, Hundeeinsatz und Umgang mit der Öffentlichkeit referierten.

Der erste Tag gliederte sich in Theorie am Vormittag und Praxis nachmittags


Planung und Organisation von Drückjagden, so hieß die Überschrift am Vormittag. Dort wurde in Fach-Vorträgen das Theoretische abgehandelt. Und das war keine “furztrockene” Veranstaltung, weil die Referenten dabei ihre ganze praktische Erfahrung einbrachten. Auch von den mitgebrachten Fragen der Teilnehmer blieben keine offen.

Nachmittags gings ins nahegelegene Schießkino. Dort gab es erst mal ein zünftiges Mittagessen. Und danach staunte der ein oder andere nicht schlecht, wie sich sein Trefferbild nach der zweiten, dritten Schießrunde „im Leben“ zentrierte. Und auch wann man den Finger besser gerade lässt, lässt sich im Schießkino hervorragend erfahren.

Am Spätnachmittag gings dann noch mal raus ins Revier. Standplatzwahl und Bauausführungen von Drückjagdständen standen auf dem Plan. Schussfeld, Schussschneißen und Sicherheit – worauf kommt es an, dass die Schützen Beute machen können, ohne Mitjäger, Treiber und Hunde zu gefährden – wurde intensiv besprochen. Ein kleiner Versuchsaufbau, Schuss vom Drückjagdstand auf den laufenden (Scheiben-) Bock, machte schließlich klar, dass Wild eine Schneise langsam wechseln muss, wenn man einen sicheren Schuss anbringen will.

Abgerundet wurde der Tag mit Gesprächen und Diskussionen bei gutem Essen und dem ein oder anderen Bierchen in einem gemütlichen Hunsrück-Gasthaus.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Praxis. 


Das Forstamt Soonwald hatte zu zwei Drückjagden geladen, auf denen die Seminarteilnehmer als Schützen eingeteilt wurden. So konnte jeder direkt beobachten, wie das, was am Vortag gelehrt und diskutiert wurde, in der Praxis einer großen Drückjagd funktioniert. Am Ende des Tages gab es noch eine Abschlussdiskussion, bevor alle mit neuem, wichtigen Wissen über Planung und Organisation von Drückjagden nach Hause fuhren.  

Zur Novellierung des Landesjagdgesetzes

Landesjagdverband von Rheinland-Pfalz führt Gespräche mit dem Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz zur Novellierung des Landesjagdgesetzes!

Unter Androhung einer Großdemonstration von Jägern in Mainz am 24.04.2010 führte der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz Gespräche mit dem Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck und der Umweltministerin, Margit Conrad. sowie dem fachlich zuständigen Ministerium. Gegenstand der Gespräche war die Novellierung des Landesjagdgesetzes. Wie man dem Text der Verlautbarung des Landesjagdverbandes entnehmen kann, handelte es sich bei dem Gespräch nicht nur um einen informellen Meinungsaustausch.

Sicherlich vereinigt der Landesjagdverband mit ca. 17.000 Mitgliedern den Großteil der Jäger unter seinem Dach und hat ein Recht darauf, dass seine Meinung gehört wird. Es darf aber nicht übersehen werden, dass die überwiegende Anzahl der Mitglieder Hobbyjäger sind, die über das Jagdausübungsrecht verfügen oder als Gäste zur Jagd gehen. Sie frönen überwiegend ihrer Jagdlust und tragen die Verantwortung für landesweit überhöhte Wildbestände mit nicht hinnehmbaren Schäden in der Land- und Forstwirtschaft. Das Jagdrecht ist untrennbar mit Grund und Boden verbunden und steht den Grundeigentümern und Jagdgenossenschaften zu. Es ist eindeutig höher zu bewerten, da es Rechte und Pflichten formuliert und eine weitreichende Verantwortung beinhaltet. In Rheinland-Pfalz gibt es alleine ca. 300.000 Waldbesitzer, die als Grundeigentümer oder über die Jagdgenossenschaft über das Jagdrecht verfügen. Die Bestimmungen des Jagdgesetzes müssen daher gewährleisten, dass die Rechte der Grundeigentümer und Jagdgenossenschaften gestärkt werden. Jägerinteressen haben sich dem Willen der Grundeigentümer bzw. der Jagdgenossenschaft jederzeit unterzuordnen.

Umweltministerin Margit Conrad hat einen zukunftsweisenden Referentenentwurf zur Novellierung des Landesjagdgesetzes vorgelegt, der von dem Großteil der angehörten Verbände und Vereine positiv bewertet wurde. Mit seiner Ablehnung steht der Landesjagdverband allein.

Lesen Sie hierzu auch das Positionspapier vom Gemeinde- und Städtebund RLP, Waldbesitzer-verband RLP, BUND, NABU und ÖJV.

Die Stellungnahme des ÖJV zur Novellierung des Landesjagdgesetzes finden Sie hier online