Waldbauer jagt einfach selber

Weil die Jagd ihm nicht hilft seinen Wald hoch zu bringen, macht ein Waldbauer in Bayern Nägel mit Köpfen.

„Uns Waldbauern bleibt bis auf Ausnahmen deswegen nichts anderes übrig, als die Jagd selbst in die Hand zu nehmen.“ sagt Bauer Franz Attenkofer. Und weiter: „Das habe ich in meinem Altfraunhofener Wald 2013 gemacht und den Jagdbogen, wo sich ein Teil meines Waldes befindet, ab 2013 gepachtet.“

Hier geht es zum Bericht über die bisherigen 4 Jagdjahre

Das Leitbild für den ÖkoJäger

In Deutschland greifen neue Konzepte in der Landnutzung. Die Gesellschaft wünscht mehr und mehr ökologischen Landbau und naturnahe Waldwirtschaft.

Die Jagd muss sich daran orientieren. Nicht nur um ökologische Landnutzung und naturnahe Waldwirtschaft zu fördern, sondern auch um in einer Gesellschaft fest verankert zu bleiben, die ihr Mensch-Tier-Natur-Verhältnis neu bestimmt. Deshalb braucht es folgende Grundsätze für eine ökologisch ausgerichtete Jagd:

  • Die nachhaltige Nutzung von nicht bedrohten Wildtierarten ist legitim. Andere Eingriffe in Wildtierbestände sind nur in begründeten Ausnahmefällen wissenschaftlich kontrolliert möglich. Gleichzeitig sind alle einheimischen Wildtierarten in geeigneten Lebensräumen zu erhalten bzw. ihre Wiederansiedlung zu fördern. Eine ökologische Jagd unterstützt eine umweltschonende Landwirtschaft und den naturnahen Waldbau sowie Ziele des Natur- und Artenschutzes.
  • Eine ökologische Jagd beeinflusst Lebensräume nicht negativ. Die Jagd in Schutzgebieten richtet sich am jeweiligen Schutzzweck aus. Die Jagdausübung orientiert sich an wildbiologischen und ökologischen Erkenntnissen. Dazu erfolgt sie möglichst störungsarm, effektiv, wildtiergerecht und tierschutzkonform.

Und hier der Link zu den ausführlichen Leitlinien des ÖJV vom 25. April 2015

Nicht das Erscheinungsbild der Jagd muss sich ändern – die Jagd an sich muss sich ändern, um Glaubwürdigkeit zu gewinnen.