Rehe helfen Zecken, sich stark zu vermehren

Zecken sind verantwortlich für Erkrankungen an Borreliose und FSME. Und neue Studien der Uni Karlsruhe belegen einen Zusammenhang zwischen hohem Rehwildbestand und hohem Zeckenvorkommen.

Hier der 3 SAT Bericht dazu

In den USA gibt es auch eine Zeckenplage in einem Gebiet mit hohem Wildbestand. Und man kennt auch den Zusammenhang. Die Lösung, die man dort anstrebt ist verblüffend: Man will den Wildbestand reduzieren. Auch das erfährt man im 3-SAT Bericht.

Was für ein Rehbock!?

„Sie sehen zum Aufgang der Jagd (damals 16. Mai) einen roten Bock, der noch nicht gefegt hat. Wie alt ist der?“ So lautete die Frage in meiner Jägerprüfung. Da denkt man doch sofort an das Merksprüchlein „Jung färbt zuerst, alt fegt zuerst“, nicht wahr?

Und ziemlich sicher habe ich damals, wie alle die das Sprüchlein gelernt hatten, vorsichtig hingeschrieben: „Ein junger Bock!“ Heute würde ich vielleicht schreiben „ein Jährling“. Und auch das kann man wohl nicht mehr so bestimmt sagen, wie ich das früher unbedingt gemacht hätte.

„Mittlerweile weiß man,“, sagt der Jagdkollege, „dass die Ausnahmen viel zu groß sind an der Zahl, als dass diese Merkmale, wie Fegezeit, Muffelfleck, Stirnlocke usw., irgendwas übers Alter beim Rehbock aussagen.“

Naja, man lernt nicht aus. Ab und zu muss man altes, liebgewonnenes aber überholtes Know-how abwerfen – so wie der Bock sein Gehörn jedes Jahr.

Das da oben übrigens, ist eine hochträchtige Ricke, die mir gestern Abend vor die Leiter kam. Obwohl nur ein Handy-Foto, ist sie schön zu sehen, die “Tonne” in der Körpermitte. Und, das sieht man auch wenn man genau hinguckt, der Hals ist schon rehbraun gefärbt, der Rumpf noch wintergrau. Allein schon deshalb: Ganz sicher – kein Schmalreh 😉

Westerwälder Wolf offenbar erschossen

Es ist noch keine 4 Wochen her, da waren wir alle von einer Nachricht wie elektrisiert. Alle, die von unserer heimischen Natur hier in Rheinland-Pfalz fasziniert sind: Der Wolf ist zurück.

Und heute liest man in der Rhein-Zeitung eine eigentlich nicht fassbare Nachricht: “Westerwälder Wolf ist offenbar erschossen worden”. Wie tickt einer, der auf den ersten zu uns zurückkommenden Wolf schießt?

Der Wolf ist ein scheues Tier dem Menschen gegenüber. Er wird immer versuchen, dem Menschen aus dem Weg zu gehen. Er ist keine Gefahr für uns.

Ja, er schlägt Wild. Er frisst Rehe. Ist ihm das zum Verhängnis geworden? Hoffentlich wird der Fall aufgeklärt. Und hoffentlich schlägt er hohe Wellen. Die Schandtat muss als Schandtat sichtbar werden und ins Bewusstsein rücken, damit der nächste Rückwanderer eine bessere Chance hat.

NACHTRAG 25.4.12: Schütze stellt sich. Die Rhein-Zeitung schreibt: “Ein 71-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen hat sich bei der Kripo Montabaur gemeldet und zugegeben, dass er die Schüsse auf das Tier abgegeben hat. .. Der 71-Jährige soll nach Informationen des BUND ein Jäger sein.”

Neues Schmallenberg-Virus – Gefahr für Rehwild?

Für alle Wildttierinteressierten: Seit einigen Monaten bereitet ein neues Virus Tiermedizinern in Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien große Sorgen: das Schmallenberg-Virus.

Der Videopodcast der Tierärztlichen Hochschule Hannover informiert mit Bildern zwar vorerst nur über Auswirkungen des Schmallenberg-Virus auf Schafe. Ziegen, Rinder und wahrscheinlich auch Rehe sind aber auch betroffen – “das wird sich in den nächsten Monaten zeigen, wenn die Geburten anstehen”.