Prüfungsordnung Brauchbarkeit Schweiß (400m)


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Create Date 2. Januar 2017
Last Updated 19. Juli 2018
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Zugelassen zur Schweißprüfung sind Hunde, die sowohl schussfest sind, als auch laut jagen.

Beide Nachweise können entweder durch Zeugnis eines Zuchtverbands (VJP, AZP, etc.) nachgewiesen werden oder durch eine Sonderprüfung durch den ÖJV-RLP.

Download PO Laut und Schussfestigkeit

Wenn Sie kein Zeugnis eines Zuchtverbands vorlegen können, sprechen Sie bitte Prüfungsleiter Ralph Barme, ralph.barme@wald-rlp.de, zur Klärung an.

5 Gedanken zu „Prüfungsordnung Brauchbarkeit Schweiß (400m)“

  1. Wie soll der Lautnachweis aussehen und wie wird die Schussfestigkeit nachgewiesen?

    Gerade bei der Schussfestigkeit werden immer größere Defizite erkennbar, ein entsprechender Nachweis sollte schon “hieb- und stichfest” sein. Gerade bei Hunden, denen die Brauchbarkeit bei der Schweißarbeit bescheinigt wird, ist die Schussfestigkeit besonders wichtig!

    Welcher Laut soll nachgewiesen werden (Sicht- oder Fährten-/Spurlaut)?
    Wer stellt diesen Nachweis aus?
    Lautnachweis mit Zeugen aus der Praxis?

    1. Das sind interessante Punkte, Frau Lamour.

      Ich denke, die Schussfestigkeit könnte man grundsätzlich schnell mitprüfen. Die 3 oder 4 Prüflings-Gespanne machen einen gemeinsamen Spaziergang, ein Begleiter gibt einen Schrotschuß ab und die Richter beobachten was passiert. Das kostet nicht viel Organisation und Zeit und es wäre hieb- und stichfest.

      Allerdings sollten wir unbedingt sicher stellen, dass keine schussscheuen Hund gemeldet werden und – von vornherein chancenlos – einen wertvollen Prüfungsplatz belegen. Ich könnte mir vorstellen, dass Hunde, die keinem Zuchtverband angehören und damit keine einschlägige Schussfestigkeitsprüfung (AZP, VJP usw.) mitmachen können, einem vom ÖJV benannten “Sonderrichter” (hahaha – was für’ne Terminologie) in ihrer Nähe vorgestellt werden, bevor sie zur Schweißprüfung zugelassen werden.

      Beim Laut frage ich mich, ob es einen spurlauten Hund für die Nachsuche braucht?

  2. Hallo Ingrid,

    Danke für die wertvollen Anmerkungen!

    Im AK Hunde haben wir am vergangenen Wochenende hierzu folgendes festgelegt:

    Für die Zulassung zu unserer Brauchbarkeitsprüfung ” Schweiss” ist zwingend ein lautnachweis ( sicht – oder spurlaut ) erforderlich.
    Wurde dieser z.B. über eine Anlagenprüfung noch nicht erbracht, kann er separat bei einem Reviergang von einem sachkundigen ÖJV Mitglied
    (z.B. aus dem AK Hunde ) als Zeuge bestätigt werden. Dies trifft vor allem für Hunde zu, die keine Papiere vorweisen können und daher nicht die Möglichkeit haben, an einer Anlagenprüfung teilzunehmen.

    Ein entsprechendes Formular wird hierfür entwickelt und auf unserer Homepage hinterlegt.
    Die gleiche Vorgehensweise gillt für das Thema ” Schußfestigkeit” .

    So wird gewährleistet, daß nur schussfeste und lautjagende Hunde an der Prüfung teilnehmen können.

  3. Hallo ÖJV-Kollegen,
    über die Notwendigkeit der Schussfestigkeit von Hunden auf der Jagd muss man ganz sicher nicht diskutieren. Aber auch mich wundere immer noch, warum die Anforderung “Lautnachweis” Teil Eurer Prüfungsanforderungen für die Schweißarbeit ist. Habt selbst Ihr auch als ÖJVler immer noch nicht verinnerlicht, dass man am Ende des Schweißriemens keinen Radaubruder sondern einen zuverlässig und konzentriert arbeitenden gut ausgebildeten Vierbeiner braucht? Und in Zeiten von GPS und co kann auch das Argument, dass man dem Laut ja unbedingt folgen muss um zum Stück zu kommen wohl kaum noch zählen. Mit dem GPS am Halsband oder in der Schutzweste ist der Verlauf einer Hetze oder der Standort des stellenden Hundes schnell genau und (besonders bei starkem Releif des Geländes) auf größere Distanzen auch auf jeden Fall sicherer zu orten als mit dem menschlichen Ohr!
    Oder ist der Lautnachweis noch ein “Traditionserbe” der alten Jagd- und Gebrauchshundeverbände, die immer noch an vielfach veralteten Vorstellungen über Anforderung und Fähigkeiten von Jagdhunden hängen?
    Zugegeben, da bin ich etwas hart und vieleicht auch zynisch, aber das hat seinen guten Grund!
    Magyar Viszla sind exzellente Schweißhunde, von denen bestenfalls einer von hundert einmal den Lautnachweis erbringt. Selbst im Rassestandard ist der Hinweis auf die Stummheit der Rasse enthalten. Seit vielen Jahren arbeite ich (auch in Ungarn) erfolgreich mit diesen Vorstehhunden auf Schweiß. Selbst 48-Stunden-Fährten machen ihnen keine Schwierigkeiten. Sollten solchen exzellenten Gebrauchshunde wegen solch einer Anforderung (die es übrigens derart formuliert m. W. nur in den deutschen Prüfungsordnungen formuliert gibt) von der Teilnahme an Schweißprüfungen ausgeschlossen werden?
    Ich jedenfalls kann jedenfalls berichten, dass ich erleben durfte, dass eine MV-Hündin eine Prüfungsfährte bei heißem und knochentrockenem Wetter ohne einen einzigen Abruf arbeitete, auf der zuvor zwei hoch gelobte BGS versagt hatten!
    Denkt mal drüber nach ob wir uns als ÖJVler nicht auch in den Anforderungen an die Prüfungs- und – besser noch – Arbeitsleistungen der Hunde von den klassischen jagdverbänden unterscheiden sollten. Vielleich reden wir mal gelegentlich drüber.
    beste Grüße und Waidmannsheil aus dem Norden,
    Uwe Römer

    1. “Reden wir mal drüber”, das ist immer gut. Und vielen Dank, dass Sie das Gespräch gleich richtig anstoßen, Herr Dr. Römer. Unsere Prüfungsordnung ist nicht in Stein gemeißelt. Das heißt: Sinnvolle Änderungen können einfließen.

      Ihren “Ruck an der Halsung” will ich aber so nicht hinnehmen. Wir unterscheiden uns schon dadurch ziemlich stark, dass wir Hunde ohne Papiere zu unseren Prüfungen zulassen, oder nicht? Das heißt, wir sind davon überzeugt, dass es nicht auf Rasse ankommt, wenn es um die Anforderungen einer Brauchbarkeit Schweiß geht.

      Wenn ich das richtig sehe, dann ist der Kern Ihres Anliegens aber die rassebedingte “Lautlosigkeit” der Magyar Viszlas. Was genau bedeutet hier “stumm”? In der Regel wird auf Spur- oder Sichtlaut geprüft. Und wir machen das auch so. Wie verhält sich denn ein MV an einer gestellten Sau? Gibt er Standlaut?

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