Drückjagdseminar des ÖJV Rheinland-Pfalz

Zwei Tage volles Programm Drückjagd im Forstamt Soonwald. 2011 lud der ÖJV zum fünften Mal ein, und zum fünften Mal war das Seminar ausgebucht. Zehn Teilnehmer waren am 28. und 29. Oktober engagiert dabei. Darunter der erfahrene Praktiker ebenso, wie der passionierte Jungjäger, der Forstbeamte wie der Jagdpächter.

Entsprechend waren die Erwartungen: „Wir wollen sehen, ob wir auf dem richtigen Weg sind mit dem, was wir all die Jahre schon machen.“ oder: „Ich bin gekommen, um zu lernen, worauf es wirklich ankommt. Die Jagden und damit die Verantwortung werden immer größer.“ oder auch: „Ich will mich schlau machen, um meine Leute zu Hause beraten zu können.“

Vorneweg, sie alle konnten mitnehmen, was sie brauchten. Seminarleiter und stellvertretender Vorsitzender des ÖJV-Rheinland-Pfalz, Klaus Kaiser, hatte ein anspruchsvolles Programm zusammen gestellt. Hinzu hatte er erfahrene Fachleute geholt, die Spezialthemen wie Sicherheit, Hundeeinsatz und Umgang mit der Öffentlichkeit referierten.

Der erste Tag gliederte sich in Theorie am Vormittag und Praxis nachmittags


Planung und Organisation von Drückjagden, so hieß die Überschrift am Vormittag. Dort wurde in Fach-Vorträgen das Theoretische abgehandelt. Und das war keine „furztrockene“ Veranstaltung, weil die Referenten dabei ihre ganze praktische Erfahrung einbrachten. Auch von den mitgebrachten Fragen der Teilnehmer blieben keine offen.

Nachmittags gings ins nahegelegene Schießkino. Dort gab es erst mal ein zünftiges Mittagessen. Und danach staunte der ein oder andere nicht schlecht, wie sich sein Trefferbild nach der zweiten, dritten Schießrunde „im Leben“ zentrierte. Und auch wann man den Finger besser gerade lässt, lässt sich im Schießkino hervorragend erfahren.

Am Spätnachmittag gings dann noch mal raus ins Revier. Standplatzwahl und Bauausführungen von Drückjagdständen standen auf dem Plan. Schussfeld, Schussschneißen und Sicherheit – worauf kommt es an, dass die Schützen Beute machen können, ohne Mitjäger, Treiber und Hunde zu gefährden – wurde intensiv besprochen. Ein kleiner Versuchsaufbau, Schuss vom Drückjagdstand auf den laufenden (Scheiben-) Bock, machte schließlich klar, dass Wild eine Schneise langsam wechseln muss, wenn man einen sicheren Schuss anbringen will.

Abgerundet wurde der Tag mit Gesprächen und Diskussionen bei gutem Essen und dem ein oder anderen Bierchen in einem gemütlichen Hunsrück-Gasthaus.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Praxis. 


Das Forstamt Soonwald hatte zu zwei Drückjagden geladen, auf denen die Seminarteilnehmer als Schützen eingeteilt wurden. So konnte jeder direkt beobachten, wie das, was am Vortag gelehrt und diskutiert wurde, in der Praxis einer großen Drückjagd funktioniert. Am Ende des Tages gab es noch eine Abschlussdiskussion, bevor alle mit neuem, wichtigen Wissen über Planung und Organisation von Drückjagden nach Hause fuhren.  

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