Brauchbarkeitsprüfung des ÖJV Rheinland Pfalz e. V. am 30.09.2017 im Forstamt Soonwald

Warum gibt es eine Brauchbarkeitsprüfung?
Die Fähigkeit zur sozialen Einordnung, Ruhe, Arbeitsfreude und Führigkeit beim jagdlichen Einsatz sollen den Jagdhund kennzeichnen und so den Grundstein für den Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit, sprich der Brauchbarkeitsprüfung, bilden.

Wann ist ein Jagdhund “brauchbar”?
Wenn der Gesetzgeber etwas fordert, nämlich den Einsatz brauchbarer Hunde, dann muss er auch definieren, was das bedeutet. Genau dies hat der ÖJV Rheinland Pfalz e. V. getan, und zwar jeweils in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachverbänden. Gemeinsam mit diesen wurde die Prüfungsordnung zur Brauchbarkeitsprüfung erarbeitet, nach denen die jagdliche Brauchbarkeit von Jagdhunden festzustellen ist.

Stöberprüfung ÖJV Rheinland-Pfalz
Bereit zur Prüfung

Die aktuelle Prüfung
Der ÖJV Rheinland Pfalz e.V. und ein Richterteam unter der Prüfungsleitung von Herrn Dirk Westerhoff konnten 4 Gespanne bei herrlichem Herbstwetter am 30.09.2017 im Forstamt Soonwald begrüßen.

Die 4 Gespanne absolvierten die Brauchbarkeitsprüfung im Fach Stöbern.

Das Richterteam konnte durch ihr freundliches und hilfsbereites Auftreten den Hundeführern die Anspannung nehmen. Für das praxisorientierte und kompetente Richten war jeder Hundeführer dankbar.

Stöberprüfung ÖJV Rheinland-Pfalz
Übergabe der Prüfungszeugnisse Forsthaus Alteburg

Alle Hunde haben die Prüfung bestanden und die Hundeführer konnten die Urkunden vom Prüfungsleiter entgegennehmen. Dieser Aspekt und vor allem die tierschutzrechtliche Notwendigkeit machen das Jagen mit brauchbar geprüften Jagdhunden unerlässlich.

Der Prüfungsleiter Dirk Westerhoff, bedankte sich bei dem Revierleiter Klaus Kaiser Revier Alteburg für die Bereitstellung des Prüfungsgeländes, den Helfern, Prüfern, Organisatoren für die gute Vorbereitung.
Nur mit ihrem Engagement ist eine Brauchbarkeitsprüfung realisierbar.

At last but not at least

  • Erfreulicherweise konnten dieses Mal alle angetretenen Gespanne die Prüfung bestehen. Dies ist sicherlich auch den Übungstagen im Soonwald unter der leitung von Thosten Baus zu verdanken!
  • Eine bemerkenswerte Stöberleistung erbrachte u.a. ein Rauhaardackel , der besonders langanhaltend und laut zwei Rehe in der Buchennaturverjüngung weiträumig verfolgte, so daß diese sehr langsam und verhoffend einer Richterin „schussgerecht“ kamen.
  • Für Sommer 2018 planen wir ein eintägiges Seminar „Brauchbarkeit Stöbern “ untergliedert in einen theoretischen und praktischen Teil.
    Das Seminar richtet sich an Prüfungsteilnehmer aber auch an Hundeführer, die Ihren jungen Hund für die nächste Drückjagdsaison vorbereiten möchten.

Kurzbericht zur ÖJV Schweißprüfung am 19.08.2017

1. Fährtenschuhprüfung ÖJV RLP am 19.8.17 im Soonwald
Jagdliche Brauchbarkeit Nachsuche, LJGDVO Rh-Pf §47 Abs.3 Nr.2

Wir hatten zwei Meldungen, eine Schwarzwälder-Bracken-Hündin (SwB) und eine BGS-Hündin. Die BGS Hündin fiel bei dem Fach Sozialverhalten / Gehorsam / Leinenführigkeit durch. Der Hund war mit der gesamten Prüfungssituation überfordert.

Die SwB-Hündin kam auf der Fährte circa 100-150m weit. Auf dieser Distanz erhielt sie drei Rückrufe und war somit auch ausgeschieden.
Bei dem Gespann waren gute Ansätze in der Schweißarbeit zu sehen. Und wenn das Üben unter fachkundiger Mithilfe eines erfahrenen Hundeführers noch intensiviert wird, sollten sie die Prüfung beim nächsten Mal bestehen.

Das Richterteam zog aus dem Prüfungsablauf verschiedene Rückschlüsse. Für das kommende Jahr ist deshalb folgendes geplant:

  • März 2018; Angebot von zwei Seminaren „Einarbeitung des Jagdhundes in die Schweißarbeit“
  • April 2018; Überprüfung des Spurlautes auf der Hasenspur,
  • Mai/Juni 2018; ein oder zwei Übungstage mit den Hundeführer und ihren Hunden unter der Beobachtung von erfahrenen Hundeführern,
  • August 2018; Prüfung im Soonwald

Wir fordern zwar einiges an Leistung, aber wir wollen auch, dass die Gespanne gut vorbereitet sind und bestehen.

Bericht zur Stöberprüfung 23.09.17 Hochpochten

Die gestrige Prüfung in Hochpochten ist für alle beteiligten positiv und harmonisch verlaufen:
Alle drei gemeldeten Gespanne haben die Prüfung bestanden. Ein Hund wurde wegen vermuteter Schussempfindlichkeit kurzfristig zurückgezogen.

Nachdem die Gehorsamsfächer mehr oder weniger ohne Probleme gemeistert wurden, zeigten sich im Fach „Stöbern“ die bekannten Erkenntnisse:
Aufgrund Ihres weiträumigeren Suchens fällt Bracken das Fach Stöbern in Revieren mit angepassten Wildbeständen leichter als den Vorstehhunden, die naturgemäß mehr „unter der Flinte“ arbeiten und zudem nur auf ganz frischen Fährten Ihren Laut zeigen.

Ein positives Feedback gab es von den Prüflingen, die an den erstmalig durchgeführten Übungstagen im Soonwald unter der Leitung von Thorsten Baus teilgenommen hatten.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Thorsten für die Organisation dieser Vorbereitungstage!

Am kommenden Samstag findet unsere nächste Stöberprüfung im Soonwald, Revier Alteburg, bei Klaus Kaiser statt.

Vielen vielen Dank an Alle , die mich bei der Durchführung dieser Prüfung unterstützt haben, insbesondere auch an die Beobachter und Armin Weitershagen, der im Vorfeld alle Formulare/ Urkunden auf den neuesten Stand gebracht und bei der Prüfung mit der Kamera schöne Eindrücke festgehalten hat!!!

Ziemlich beste Freunde – Jagdhundwelpen beim Spielen

Welpen könnte man stundenlang zugucken beim Spielen. Und was die alles lernen dabei, sagenhaft. Hier, das sind die ca. 5 Monate alten Aiko (BrBr) und Bruno (BGS) 50 sec im Video.

UN zeichnet Forstarbeit in Hochpochten aus

„..  Gewürdigt wird mit dem Preis die Arbeit im Hochpochtener Wald, die in den vergangenen 25 Jahren unter anderem von Förster Michael Fohl geleistet wurde. .. Durch gezielte Bewirtschaftung des Waldes und höhere Abschusszahlen von Wild werden demnach die Naturverjüngung des Waldes und die biologische Vielfalt gesteigert.“ Schreibt die Rhein-Zeitung dazu.

Förster Michael Fohl ist, und darauf sind wir sehr stolz, im Vorstand bei uns, dem ÖJV Rheinland-Pfalz. Auf dem Vorstands-Photo hier, ist Michael der 3. von links.

Projekt „Schalldämpfer“ in Rheinland-Pfalz

Auf den Drückjagden im vergangenen Winter habe ich einige Jägersleut mit Schalldämpfer gesehen und gesprochen. Keiner will seinen Dämpfer mehr missen. Und nach einigem Ringen mit mir selber, hat der große Vorteil Gehörschutz dann die Nachteile – die schöne Keiler-Visierung von meiner Waffe runter, noch ein Teil am Gewehr, das kaputt gehen kann, die wunderbare Balance der Waffe eventuell stören – doch ausgestochen.

Die Gesundheit ist einfach das Wichtigste. Und ein einmal beschädigtes Gehör wird nicht mehr gut. 30-06 aus einem 52 cm Lauf, das rummst doch ordentlich.

Beratung

Also bin ich an einem sonnigen Samstagmorgen Ende März zum Fachmann. Nicht, dass ich nicht vorher schon im Internet geguckt hätte, was es so gibt an Marken, Leistung der Dämpfer und Erfahrungen von denen, die früh auf den Zug aufgesprungen sind – ein Gespräch mit dem Büchsenmacher des Vertrauens, das ist nicht zu ersetzen.

Ich habe jetzt verschiedene Dämpfer in der Hand gehabt und kenne das Urteil des Fachmanns. Ich weiß jetzt, wie es im Procedere weiter geht und – ganz wichtig – was es kostet: Alles in allem, Schalldämpfer plus Gewindeschneiden usw., sind wir bei 830,- €.

Antrag – WBK

Schon am Montag drauf geht’s zum Ordnungsamt, Untere Jagdbehörde. Dort beantrage ich die Voreintragung in die Waffenbesitzkarte (WBK).

Die freundliche Sachbearbeiterin hilft mit dem Formular und weist mich drauf hin, dass es ein bisschen dauern kann (3-4 Wochen), weil meine Zuverlässigkeit neu gecheckt wird. Das ist Standard.

Ich habe es nicht eilig. Der Antrag ist jedenfalls abgegeben und sobald ich den Voreintrag habe, habe ich ein Jahr Zeit, den Schalldämpfer zu kaufen. Alles kann seinen Gang gehen.

Projekt: Waffe bearbeiten

Eine Woche drauf, ich kann doch nicht länger stillhalten, geht’s wieder zum Büchsenmacher. „Wir können das Projekt Gewindeschneiden natürlich direkt starten. Mit Ihrer Zuverlässigkeitsprüfung, das geht schon in Ordnung.“, grinst er.

Der Vorteil: Genehmigungsverfahren und Waffe bearbeiten laufen parallel. Die Wartezeit verkürzt sich. Also noch mal schnell ein Foto vom Originalzustand der Waffe gemacht. Und ab damit.

So sah sie vorher aus. Jetzt wie oben mit SD

WBK Eintrag

Anfang Mai – es sind jetzt 6 Wochen her, seit ich den Antrag bei der UJB abgegeben habe – kommt die Meldung: Gewinde geschnitten und Waffe beschossen.

Jetzt geht’s wieder zur Unteren Jagdbehörde. Der Schalldämpfer wird in die WBK eingetragen und gleich drauf beim Büchsenmacher in Empfang genommen.

Der nächste Schritt: Waffe neu einschießen. Gleich den nächstmöglichen Termin auf dem Schießstand klar gemacht.

Es ist so weit

6 Wochen hat es gedauert, vom Antrag bei der UJB bis zum Einschießen der Waffe mit Schalldämpfer.

Seitlich gab es beim Einschießen keine Abweichung. Nur nach oben, ca 10 cm Hochschuß mit dem Dämpfer. Der Rückschlag ist auch deutlich reduziert.

Übrigens, was ich persönlich interessant finde: Ich habe (aufgelegt) zum ersten Mal das Hochschlagen der Waffe gesehen. Vermutlich ist das früher einfach im Rückschlag „untergegangen“.

Die Kosten

  • Gewindeschneiden + Dämpfer (Hausken JD 224) 800,- € (Hauspreis-Rabatt drauf bekommen :-))
  • Neoprenhülle wegen dem „Plong“, wenn man mit der jetzt längeren Waffe am Holz aneckt = 16 €
  • Verwaltungsgebühr = 40,- €.
  • Und dann noch ein bisschen Munition, bis meine 2 Gläser eingeschossen waren.

Tja und jetzt geht’s raus damit!