Projekt Stockausschlagwälder in Rheinland-Pfalz

Der ÖJV-Rheinland-Pfalz hat als Beiratsmitglied an dem Projekt „Schutz und Nutzung – Ein Raum-Zeit-Konzept für die multifunktionale Entwicklung der Stockausschlagswälder in Rheinland-Pfalz“ teilgenommen. Die erste Tagung fand am 27.11.08 im Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz in Mainz statt. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt hat die Entwicklung von naturschutzfachlich- und nutzungsorientierten Bewirtschaftungsmodellen für Niederwälder zum Ziel. Es sollen Aussagen darüber getroffen werden, welche Funktionen Niederwälder erbringen können. Die Ergebnisse werden in Form von konkreten Entscheidungshilfen für die Praxis verfügbar gemacht.
Der ÖJV vertritt die Auffassung, dass Niederwälder nur dann ökologisch und ökonomisch Sinn machen, wenn die Wildbestände so einreguliert sind, dass sich das natürliche Flora- und Faunenpotential eines Niederwaldes entwickeln kann. Jagdlich motivierte Kahlhiebe haben mit der historischen Niederwaldnutzung nichts zu tun. Sie dienen – unter dem Deckmantel des Naturschutzes – alleine jagdlichen Zielen und sind strikt abzulehnen. Bestes Negativbeisspiel sind die Haselhuhntaschen im ehemaligen DJZ-Lehrrevier auf den Rheinhöhen zwischen Oberwesel und St. Goar. Statt des Haselhuhns haben Rot- und Schwarzwild die Flächen erobert.
Das Projekt Stockausschlagwälder in Rheinland-Pfalz hat eine Laufzeit von 3 Jahren und steht unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Gero Becker vom Institut für Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft der Universität Freiburg. mehr

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